| In eigener Sache: |
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Frühling, Sommer, Herbst und Winter erregen zweifelsohne seit geraumer Zeit unser Mißfallen, finden Sie nicht auch? Eigentlich schon fast Mißtrauen, oder? Halten sich partout nicht an die ihnen zugeschriebenen Eigenschaften, erscheinen unpünktlich oder gar nicht, haben zudem völlig andere meteorologische Vorstellungen als wir, verbreiten ein Klima der Willkür und Verachtung für alles, was uns heilig ist, Urlaub, Wochenenden, Brücken- und Feiertage. Diese sog. "Jahreszeiten" lassen sich, obwohl wir praktisch seit Jahrzehnten seismographisch ihre Befindlichkeiten registrieren, nicht in unsere Lebenswirklichkeit integrieren und bilden, man muß es einmal so deutlich aussprechen, Parallelwetterlagen. Da steht "Weiße Weihnacht" seit Jahren auf unserer Agenda und was ist... ha? Schmuddelwetter! Ab Mitte März sollten uns "Frühlingsgefühle" erfreuen? Stattdessen lappt jedesmal ein verspäteter Wintereinbruch in unsere Sturm- und Drangzeit. Über den Sommer, hahahaha, da breiten wir doch lieber das Mäntelchen des Schweigens aus und "Goldene Herbsttage" gibt es nur noch in den Heimatfilmen der 50er Jahre, wenn wir am Sonntagnachmittag, in Decken gehüllt auf der Couch sitzen und Tee mit Rum schlürfen. Zu allem Überfluß bricht dann wieder irgendwo ein Vulkan aus und legt zur Hauptreisezeit die Flughäfen lahm... Das ist Terror, meine Damen und Herren. Euphemistisch nennen wir die Sturmtiefs und Hitzewellen Knut, Jochen oder Tanja, aber, benehmen sie sich nicht eher wie Hossein, Gülcek oder Fatima? Wollen wir uns das noch länger bieten lassen? Nein! Wir, die Stammbelegschaft der Deutschland AG, fordern klare Integrationsbedingungen für Frühling und Co! Eine durchorganisierte Gesellschaft braucht eine eindeutige Wetterlage. Winter heißt Schnee und Sommer heißt Sonne, dazwischen strukturierte Übergänge, im Frühling wird es kontinuierlich wärmer, im Herbst umgekehrt. Das kann doch nicht so schwer sein! Aber was macht die Politik? Nichts!! Läßt einfach alles laufen. Was nützt es, wenn der DWD 178 synoptische Wetterbeobachtungsstellen im ganzen Bundesgebiet verteilt, weatherworker in die Problemgebiete schickt oder private Wetterfrösche den meteorolgischen Migrationshintergrund im Fernsehen beschreiben läßt? Sollen wir auch noch die Lebensbedingungen für Hurrican UnLtd. im Nordatlantik ändern, die Hitzewellen aus der Südsahara vor Erreichen des europäischen Festlands kompatibel machen, den Zuzug von Väterchen Frost aus den Weiten des russischen Kontinents kontrollieren, zumal, wenn dieser auf deutsche Schäfchenwolken in der 10. Generation verweisen kann? Gut, wir müssen nicht beckmännerisch der Schleimspur des Namensgebers folgen, aber haben wir nicht alle damals "Frühling" gerufen und uns gewundert, als Wetter kam? Müssen wir nicht endlich eingestehen, daß Deutschland ein Wettereinzugsgebiet ist? Und folgt daraus nicht, ja, wir brauchen Wetter, aber zu unseren Bedingungen? Natürlich wird die spirituell verstörte Linke Regentänze aufführen, wenn Deutschland Sonne braucht und die geistig verarmte Rechte deutsche Kälte fordern, wenn sibirischer Eisregen sprüht. Was wir brauchen ist ein Migrationsmanagement für Frühling und Co. Und zwar jetzt. Und daher ist Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" kontraproduktiv. Apodiktisch unhaltbare Thesen zur Genetik zu verbreiten, verstellen den Blick auf den wahren Sachverhalt. Schaum vorm Mund übrigens auch. Denn, genausowenig wie es genetische Dispositionen zu Kinderheirat, Kopftuch und Ehrenmord gibt, genausowenig kann man der deutschen Bevölkerung ein Faschismus-Gen unterstellen, wenn sie rechtsstaatlich verschärfte Regeln zu Migration und Integration einfordert. Wer sich ohne Ge(n)döns fachlich informieren möchte, sollte das Buch der Jugendrichterin Kirstin Heisig lesen "Das Ende der Geduld" und wem die Polemik fehlt, der ist mit Hendryk M. Broders: "Hurra, wir kapitulieren!" bestens bedient. Dagegen sind die Aufreger in Sarrazins Buch ein polemisch müder und auch fachlich überholter Aufguß. Ihr Statt-Theater Hanne Asch, Inge Faes, Matthias Nikisch und Peter Nikisch |